Marte Meo - Praktikerkurs als freiwilliges Zusatzangebot im Rahmen der pädagogischen Ausbildung​


Allgemeine Informationen zur Marte Meo-Methode

‚Marte Meo‘, was so viel bedeutet, wie etwas „aus eigener Kraft“ zu erreichen, ist eine von der Niederländerin Maria Aarts entwickelte Beratungsmethode zur Unterstützung der sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ziel der Methode ist es, pädagogischen Fachkräften Wege aufzuzeigen, Entwicklungsprozesse von Heranwachsenden im beruflichen Alltag mit den eigenen Ressourcen bestmöglich zu unterstützen und dabei die vorhandenen Kompetenzen auszubauen.

Bei Marte Meo handelt es sich um eine videogestützte Entwicklungsbegleitung und –beratung, die durch einen geschulten Therapeuten bzw. eine Kollegentrainerin begleitet wird.

Dies wird am Studienseminar Hameln von der pädagogischen Ausbilderin und  Seminarleiterin, Katja Brinster (zertifizierte Marte Meo Colleague Trainerin), übernommen.

Marte Meo im Vorbereitungsdienst für interessierte Referendar*innen

Die Marte Meo-Methode kann bei der pädagogischen Ausbildung von Studienreferendar*innen nach Bedarf zum Einsatz kommen, um die Fähigkeiten der jungen Lehrkräfte für eine positive und entwicklungsunterstützende Interaktion mit den Lernenden zu trainieren.

Hierzu bietet das Studienseminar Hameln interessierten Referendar*innen die freiwillige Teilnahme an einem Marte Meo-Praktikerkurs an. Dieser besteht aus sechs ca. dreistündigen Terminen im mehrwöchigen Abstand und wird von Frau Brinster (Marte Meo Colleague-Trainerin) geleitet. Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung in Form eines international anerkannten Marte Meo - Praktikerzertifikats ab. Voraussetzung hierfür ist die regelmäßige Kursteilnahme sowie die Bereitschaft, sich selbst in Unterrichtssituationen zu filmen und dieses Filmmaterial gemeinsam im Kurs auszuwerten. Dabei sollen die positiven Fähigkeiten jedes Teilnehmenden in der Interaktion mit den Lernenden herausgestellt und verstärkt werden. Gleichzeitig werden auch die noch weniger ausgeprägten Kompetenzen zur entwicklungsunterstützenden Interaktion geschult.

Langfristig wirkt sich diese Methode und die damit einhergehende Aktivierung der Potenziale auf die Effektivität des Unterrichts aus. Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst können lernen, anhand welcher Verhaltensweisen sie positiv auf die Schüler wirken, wie sie eine konstruktive und konzentrierte Lernatmosphäre erzeugen und eine positive Lehrer-Schüler-Bindung aufbauen können.


Hameln, den 19.03.2021
Katja Brinster